Seiten

Mittwoch, 18. März 2009

Tales of Thayle I-III (2003)


I
Eine turbulente Flucht


Stille...und plötzlich ein lautes Donnern. Doger blickte nervös zu seiner Frau auf.
"Wir haben keine Chance Twynni!, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie durchbrechen und uns alle niedermähen!, du musst fliehen und dich mit dem Baby in Sicherheit bringen!"
Twynni legte eine unverständliche Miene auf und flüsterte,
"Ich gehe nicht ohne dich...du musst nicht den Helden spielen und in den Tod rennen....es sind genug Soldaten da um die Invasion auch ohne dich in Schach zu halten...wenn du nicht mitgehst, komme ich eh nicht weit, ich kann nicht so gut mit einem Baby im Bauch rennen und kämpfen geht erst recht nicht."
Doger warf einen Blick auf die anderen Familien, die darauf warteten, dass ein Wunder geschehe und die Zoraner die Koffer packen und wieder nach Hause fliegen würden. Doch ihm war klar, dass, sobald die Tore fallen würden, das einzige was fliegen würde, ihre Köpfe wären. Er brauchte nicht lange überlegen um zu wissen, was zu tun wäre.
Er stand auf, packte Twynni am Arm und rannte durch die Barrikaden in den Wald hinein. Überall lagen Äxte, gefällte Bäume, Essensreste, Klamotten und vieles mehr herum. Sie waren unwichtig für den kleinen Hydranerstamm, dessen Rasse eh nicht sonderlich materiell dachte und der gerade damit beschäftigt war zu sterben. Das Paar musste sich durch dichtes Geäst schlagen und über unzählige der abrupt liegengelassenen Gegenstände stolpern, bis sie an den Osttoren ankamen. Als Wache war hier ein Freund Dogers namens Treeler positioniert, der jedoch Emko genannt wurde, weil er eigentlich Arzt war und "Emko" so etwas ähnliches wie Helfer heißt. Doger schlich sich von hinten an ihn heran und zwang seinen Freund mit einer schnellen Handbewegung zu Boden. Doger knirschte, "Sorry Kumpel aber wir müssen das Osttor passieren." Emko drehte sich um und glotzte verwundert, "Ihr seid es!, warum wollt ihr die Barrikaden verlassen?, da draußen seit ihr den Zoranern fristlos ausgeliefert und man wird euch nur noch zur Dekoration zusammenkleben können...ich meine, ihr seid hier doch sicher oder?"
"Gerade deswegen sind wir hier, Emko, weil das hier ein reines Selbstmordkommando ist...sobald das Südtor fällt, werden die Zoraner keine Rücksicht auf schwangere Hydraninnen nehmen und unsere komplette Rasse ausrotten!, wir sind hier eingesperrt und werden jämmerlich verrecken........versteh doch, unsere einzige Chance besteht darin, zu flüchten, während sie am Südtor beschäftigt sind!"
Emko stutzte...von der Seite hatte er das nicht betrachtet, er dachte in den Mauern sicherer zu sein als außerhalb, doch eigentlich waren sie in gewisser Weise zwischen den Mauern eingesperrt und warteten auf den Tod! In einer Übersprungshandlung schrie er auf einmal: "Ok und ich komme mit!!!"
Doger erschrak doch Twynni blieb ganz ruhig und erklärte, dass sie möglichst viel Unterstützung brauchen werden. Auf einmal gab es einen alles erschütternden Knall und Schmerzensschreie erfüllten die Luft.
“Schnell Emko die Feinde sind durchgebrochen!”, schrie Doger, worauf Emko sechs Hebel in einer bestimmten Reihenfolge zog. Das schwere Tor öffnete sich nur sehr langsam, doch als der Spalt groß genug war, zwängten sich die Drei durch das Tor. Lautes Getrampel war zu vernehmen. Die schallenden Schüsse hinterließen Rauchschwarden, die langsam das komplette Gebiet einnahmen und die Leichen verschwinden ließen. Die Truppen der Feinde überrannten förmlich die Barrikaden und kamen dem Osttor gefährlich nahe. Twynni schrie Emko zu, dass er das Tor hinter ihnen schließen solle, doch er war schon im hohen Gestrüpp verschwunden. Doger riss sie hinterher...
Der üble Gestank von verbrannten Leichen war immer noch present, obwohl sie schon mehrere Kilometer gewandert waren. Twynni atmete laut. Sie war am Ende ihrer Kräfte, weil sie das Baby zusätzlich im Bauch trug. Sie schlugen sich weiter durch das Dikicht, wobei sie andauernd auf irgendwelches Kleingetier traten. Plötzlich brach Twynni zusammen und blieb reglos liegen.
"Twynni was ist los!!!", schrie Doger erschrocken.
Sie stellte sich auf ihre wackeligen Beine und stöhnte, dass sie nun keine Kraft mehr hätte, um weiterzulaufen. Emko riss die Augen auf:
"Wir können jetzt noch nicht rassten, sie sind uns bestimmt auf den Versen!"
Doch Doger weigerte sich ebenfalls ohne seine Frau weiter zu gehen und Emko hatte zu viel Schiss sich, alleine im dämmrigen Wald weiter zu kämpfen.
Also einigten sie sich darauf ihr Lager aufzuschlagen und mit Ablösung Wachen aufzustellen. Langsam dämmerte es und die Vögel verstummten. Während Twynni schlief hielt Emko wache und ihr Mann saß noch am Lagerfeuer. Emko gesellte sich zu ihm und plauderte: "Wie alt seid ihr eigentlich?" "Ich bin sechszehn und Twynni is schon achtzehn Jahre alt.
"Oh, da seid ihr ja schon recht alt...seid wann seid ihr denn schon zusammen?"
"Seid drei Jahren schon...sie ist eine wunderbare Frau...", seufzte Doger mit leicht angsterfüllter Stimme.
Emko blickte sich um: "Was ist?!"
"Ach ich hab einfach ein bisschen Angst um sie und-"...
Doger konnte den Satz nicht beenden, weil er genauso wie der hysterische Emko im Dickicht einen kleinen Schatten vorbeihuschen sah. Plötzlich war es still. Die Beiden lauschten schweratment den Geräuschen des Waldes. -Nichts-. Doch..... ein Ast krachte direkt neben Doger. -Wieder Stille-. Emko gab seltsam quiekende Geräusche von sich, was das Lauschen nicht gerade einfacher machte.
"Sei still!", zischte Doger.
Wieder war ein Geräusch zu vernehmen, das aber diesmal nicht von Emko stammte. Es war ein Geräusch wie eine zischelndes, heiseres und röchelndes Atmen. Ein Geräusch, wie es kein Hydraner von sich geben könnte. Auf einmal stieß Emko einen stummen Schrei aus und wurde käsebleich. Er hob langsam seinen Arm und deutete auf Dogers Kopf. Dieser ließ seine Augen langsam nach oben wandern und ihn durchzuckte ein eisiger Schreck!
Ein insektenähnliches Wesen mit drei blutigen stacheln, die ihm Halt boten, hatte sich munter auf Dogers Kopf niedergelassen und war gerade dabei einen geeigneten Weg zu seinem Hirn zu finden. Um es einfach zu verscheuchen war es viel zu groß und zudem hatte Doger Angst, dass es sich bei der kleinsten Bewegung seinerseits fester in sein seinen kopf verankern würde. Das Vieh tastete mit dem schleimigen Fühler, den es gerade ausgefahren hatte, nach einem von Dogers spitzen Ohren. Jetzt war es Zeit zum handeln. Sein kreidebleicher Freund konnte sich langsam wieder aus seiner Starre lösen und griff nach einer Flasche Venylwasser, dass etwa einem 10-fachen Skotsch entspricht und schleuderte sie nach dem Wesen, dass schon damit beschäftigt war, in Dogers Ohr rumzuwühlen. Man würde jetzt warscheinlich ein "Bang" erwarten....aber dem war nicht so. Die Flasche sauste, lustig glucksend, knapp an dem behaarten Körper des Biestes vorbei, öffnete sich und der komplette Inhalt glatschte diesem ins Gesicht. Die Folge war, dass sich das Wesen zu voller Größe aufbließ ( was, im Vergleich zu Dogers angeschwollenen Kopf, eher mickrik wirkte ), einen erstklassigen Stepptanz hinlegte und dabei eine Art Lied von sich gab, welches es wahrscheinlich selbst nicht verstand. Hier ein paar Ausschnitte:

Plieb, Sirr, Sramm,Werrrrrrhliii
DRrrrrr, aRRRRgh, Lol, Werrrrrrrrhliii
eleKtrrrrrrrrrrrr, OOOn, neeeäun, Werrrrrrrhliii
etc.............................................Werrrrrrrhliiii

Nach dieser beeindruckenden Vorstellung versuchte es, weg zufliegen ........spießte sich aber aus Versehen selbst auf einem Ast auf, worauf es mit einem lautem Knall platzte und außer dem Blut und den Innereien noch einen grässlichen Gestank hinterließ. Als Höhepunkt dieser seltsamen Szene schrumpfte Dogers Kopf bis man nur noch eine ausgeleierte Pflaume erkennen konnte, die schmerzerfüllte Töne von sich gab. Langsam nahm der Schädel jedoch wieder seine Ursprungsgröße an. Als er wieder normale Laute von sich geben konnte, setzte er sich mit zitternden Beinen wieder hin.
"Was war das denn?!", röchelte er.
"Soweit ich weiß, nennt man die Dinger "Irks".....verdammt stur diese Viecher. Wär ich nich gewesen wärste jetzt tot......aber ein Dankeschön hatte ich nich erwartet!", antwortete Emko giftig.
"Ein Danke-schön!?!, wie kannst du ein Dankeschön erwarten, nachdem mein Kopf um das dreifache gewachsen ist und mein Gehirn fast aufgesaugt wurde?!, außerdem standest du fast die ganze Zeit da und hast versucht deinen Angstgeräuschen Ausdruck zu verleihen!"
...
Der Streit ging nicht lange, da die Beiden von der Aktion komplett ausgepowert waren. Emko kippte als erster zur Seite und schlief ein wie ein Baby. Nachdem Doger versucht hatte, sich näher ans Feuer zu schieben, erging es ihm kurze Zeit später gleich.

Da alle schlafen, können wir uns jetzt kurz mit einem Gedanken auseinandersetzen: "Woher kam die Flasche Venylwasser?, hatt einer von den beiden vieleicht ein ernsthaftes Alkoholproblem und werden wir dies je erfahren?


Wen, als die drei Flüchtlinge morgens aufwachten, unglaubliche Kopfschmerzen plagten, kann man sich, wenn man gut aufgepasst hat, selbst erschließen. Doch es war keine Zeit sich lange über die Schmerzen zu beschweren, denn sie mussten schleunigst eine feste Unterkunft finden. Von dort aus wollten sie nach Tocander reisen (einer ...ähm...großen Großstadt), um die letzten überlebenden Hydraner vor den Zoranern zu warnen. Sie hatten das Tempo etwas reduziert, weil einer schlimme Kopfschmerzen hatte, einer seinen Zitteranfall nicht loswerden konnte und Twynni einfach keine Ausdauer hatte. Wobei sie nicht wussten, dass diese Reise noch längst nicht die größten Gefahren hinter sich gebracht hatte und ihr Ziel weitaus höhere Ebenen annehmen würde.
Der Weg durch den gestrüppten Nadelwald mündete in eine langsam erscheinende Steppenlandschaft. Obwohl die drei Wasser und Proviant dabei hatten, konnte dieser Weg ihre Vorräte zu sehr in Anspruch nehmen. Sie setzten sich kurz und überlegten. Emko blickte Doger stumm an. Dieser fragte genervt was denn los sei, doch Emko drehte sich nur weg.
"Kann mir einer sagen, was mit ihm los ist!?", schrie Doger mit einem fast lächerlichen Ausdruck im Gesicht.
Emko drehte sich langsam um: "Genau das sollte ich dich fragen...was soll das hier eigentlich, wieso sollte die Armee der Zoraner drei nichtsnutzigen Hydranern auf der Spur sein und sie töten wollen? Das ist lächerlich!.....und nebenbei bemerkt, hast du dich noch immer nicht für die Aktion gestern bedankt, Doger!"
"Wofür soll ich mich bedanken? Dafür, dass du gestern so lange auf deine Hilfe warten lassen hast, dass ich beinahe gestorben bin!? Ausserdem, was deine andere Frage betrifft, wissen wir nicht genau weshalb die Zoraner uns überhaupt angegriffen haben....vielleicht wollen sie die komplette Rasse ausrotten und dazu gehören wir nun mal auch!"
Emko drehte sich wieder schmollend um. Twynni war das Gelaber der Beiden zu blöd geworden und sie schlenderte ein wenig an den niedrigen Gewächsen vorbei und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Die Sonne strahlte sehr hell, wodurch Twynni ihre Augen kaum offen halten konnte. Doch auf einmal erschrak sie. Ein riesiger Schatten mit tausenden von Fangarmen baute sich vor ihr auf. Sie hielt die Hände schützend vor sich und wich ein paar Schritte zurück. Dann kreischte sie in der Hoffnung ihre beiden Gefährten würden es hören, doch nichts regte sich. Sie warf einen erneuten Blick auf die gigantische Silhouette um feststellen zu können was es war. Doch die Sonne strahlte noch heller als zuvor und sie musste sich ihr Titroskop aufsetzten um besser sehen zu können (ein Titroskop ist nichts anderes, als bei Menschen die Sonnenbrille ...nur, dass es für drei Augen gebaut wurde). So stellte sich heraus, dass sie sich nur vor einem großen Baum mit blühenden Blättern erschrocken hatte. Hinter ihr waren Geräusche zu vernehmen, sie wirbelte hastig herum. Ihre etwas verspätete Rettung kam, immer noch streitend, um einen Sandhügel getrottet. "Na ihr seid mir vielleicht ne Hilfe! Wäre ich jetzt wirklich in Gefahr gewesen, wär ich jetzt tot!!!" Doger unterbrach das Streitgespräch und blickte zu ihr auf.
"Was war denn überhaupt los?"
"Nichts! Ich hatte mich bloß vor diesem Baum erschrocken, der... -" Ihr stockte der Atem.
Auch Doger und Emko reagierten gleichermaßen. Emko blickte verwirrt in die Reihe: "Was hat ein derartiger Baum in der Steppe verloren? Kann nur bedeuten, der is künstlich angelegt oder? Aber von wem?"
Doger antwortete zögernd:
"Hier in der nähe gibts keine Stadt bzw. nen Vorort....entweder haben wirs hier mit nem verrückten Baumzüchter zu tun oder jemand hat hinter diesem Hügel hier sein Grundstück errichtet."
Die drei wollten einen Blick hinter den Hügel riskieren und rutschten langsam auf ihren Bäuchen, möglichst so, dass man sie nicht sehe, bis auf den Hügel hinauf. Die drei blickten vorsichtig über den Rand des Hügels und staunten nicht schlecht, als sich ein riesiges Fabrikgelände vor ihnen auftat. Tausende von Arbeitern rannten umher, die jedoch von der Entfernung aus gesehen so winzig waren, dass es unmöglich war einen zu identifizieren. Emko atmete erleichtert auf:
"Is nur nen Industriegelände....ganz harmlos!! Ich geh mal fragen, ob wir hier übernachten können..."
Und schon, bevor ihn irgendjemand davon abhalten konnte, raßte er in enormen Tempo auf einen Arbeiter vor der Station zu. Doger brüllte noch:
"Emko, NEIN!!!!"
Doch da war es schon zu spät. Der Trottel labberte auf die Gestalt ein, so dass diese sich erst verwirrt umblickte. Doch dann ging das Chaos los. Der Angeredete schrie etwas auf einer Sprache, die sie nicht verstanden und auf einmal ertönten überall an der Station lärmende Sirenen. Innerhalb von Sekunden war der komplette Platz mit Soldaten umstellt, die alle mit ihren Maschinengewehren schön säuberlich auf Emkos Kopf zielten. Wieder wurde Emko bleich und gab quiekende Geräusche von sich, was irgendwie auch verständlich war. Doger biss sich auf die Lippe. Was sollte er nur tun....jetzt in die Maßen zu rennen wäre ein reines Selbstmordkomando, doch....
Er drehte sich zu seiner Frau um und preßte ein leises "flieh!" über seine Lippen. Dann nahm er sein Buschmesser und brach mit lautem Gebrüll in die Reihen der Soldaten ein. Der Überaschungsefeckt bewirkte, dass man erst von ihm Notiz nahm, als schon fünf der Soldaten reglos am Boden lagen. Da erkannte Doger die Gestalten. Es waren Zoraner, die ihre Waffenfabrik hier aufgebaut hatten. Jetzt wurde auch Emko aktiv und zwang die umliegenden Soldaten zu Boden, während Doger sich um die, auf den Dächern verteilten, Soldaten kümmerte. Doch als Doger von weiteren drei Soldaten die Kehle aufschlitzte, fielen die ersten Schüsse. Wie in Zeitlupe sah er die spindelförmigen Kugeln auf sich zufliegen. Er setzte langsam zum Sprung an. Die Kugeln kamen näher. Er stieß sich ab und rollte langsam durch die schweren Luftschwaden . Die Kugeln flogen unter ihm vorbei. Plötzlich ging alles wieder viel schneller. Er sprang aus der Luftrolle wütend auf die zwei Soldaten los, die auf ihn geschossen hatten und spießte Beide an einem rostigen Eisenrohr auf, dass aus der Steinmauer ragte. Emko hatte indes ein Maschinengewehr ergattert und ballerte wild um sich. Das Blut floss in strömen, doch die Anzahl der Soldaten wollte einfach nicht abnehmen. Emko traf irgendetwas am Kopf, worauf ihm schwarz vor den Augen wurde und er jämerlich in sich zusammen brach. Doger schlug und schlug und schlug. Das Blut spritzte. Doch es war nur noch eine frage der Zeit bis die Menge auch ihn überrannt hatte...



II
Eine Runde Weltraumkunde


"Ich gehe mal davon aus, dass ihr bis hierhin nicht alles verstanden habt....ich, Gott, werde versuchen euch ein bisschen in die Geschichte einzuführen, obwohl ihr laut meinen Berechnungen nicht über die benötigte Intelligenz verfügt...



Troucul und Cogares:
Doger, Twynni und Emko sind Hydraner (Troucul).
Hydraner sind ursprünglich ein Kriegervolk, das Kräfte besitzt, die kein Wesen im Universum übertreffen kann, außer einer, bis heute fast ausgestorben geglaubten, Zoranerrasse (Pyrolyphen/Cogares), die aber durch eine zufällige Detonation von, im Raum verhärteter, Kuhscheiße, so hohe Sterbezahlen erlitt, dass man nicht wusste, ob überhaupt Jemand dieses tragische Ereignis überlebt hatte.
Doch vor nicht langer Zeit fand man einen Nachfahren dieser Art und machte ihn zum Anführer der kompletten zoranischen Flotte. Somit wurde er zum Gebieter aller zoranischen Rassen und weitete das Schlachtfeld, dass die Zoraner bereits verursacht hatten, auf noch weitere Dimensionen aus.
So kamen sie bei ihren Raubzügen eines Tages an dem Planeten Dshaakoo (letzter Planet in der 1. Galaxie) an und wurden aber mit einer niederschmetternden Niederlage gegen die Hydraner zum Rückzug gezwungen.
Zehn Jahre später kamen sie mit einer millionenfach größeren Armee zurück um den Planeten endgültig zu übernehmen. Nachdem die Überbleibsel der hydranischen Armee sich in den Wald zurückgezogen und Barrikaden erbaut hatten, machte sich nun die zoranische Armee daran, Waffenfabriken und Vororte zu bauen, um die Eroberung des Planeten zu vollenden...
Hydraner haben trotz ihrer Stärke und des gesunden Essens eine sehr kurze Lebensdauer, die nicht mehr als 30 Jahre andauert. Daher heiraten/verloben sie sich oft schon im frühen alter...
Zoraner haben eine äußerst lange Lebensdauer von bis zu Sechsmilliarden Jahren. Trotz ihrer späten Pubertätsphase im Alter von 10.000 Jahren, sind Zoraner ungefähr genauso schnell ausgewachsen wie der Hydraner oder der nah verwandte "Mensch". In der Pubertätsphase werden diese jedoch in Spezialzellen festgehalten, da sie ihre, in dieser Phase besonders großen, Kräfte nicht kontrollieren können und so das Umfeld äußerst gefährden. Teilweise wurden auf diese Weise schon kleine Planeten zerstört...

...ich bin eigentlich nur für die Vorgänge des blauen Planeten (Heimatplanet der Zoraner) zuständig, doch durch ein entscheidendes Ereignis findet diese Geschichte einen Zusammenhang mit der Geschichte meines Planeten...

Tiere:
Eine stark mit den Zoranern verwandte, aber primitivere, Rasse namens Mensch ist wohl das einzige Volk, was noch nie etwas von diesen Geschehnissen mitbekommen hatte. Doch das ist nicht weiter wichtig, denn es gibt ebenfalls kein anderes Wesen, dass diese Rasse eines Blickes, nein nicht einmal eines Arschtritts, würdigte. Kurzum: Keine Sau hatte jemals etwas von etwas wie einem "Menschen" gehört und daher sind diese Wesen die wohl sinnloseste Rasse im kompletten Weltall...weitere Tierarten werden vom Menschen unterdrückt und sind somit genauso wertlos, obwohl es eine enorme Vielfalt an ihnen gibt...

Typolyphen (Götter/Zeitbändiger):
Es gibt eine noch mächtigere Rasse als die Pyrolyphen, die man im allgemeinen aber nicht mehr zum Stammbaum der Allbewohner zählt...die Typolyphen.
Sie haben, im Gegensatz zu anderen Wesen, die Wahl sich den anderen Lebewesen zu zeigen oder sich in einer eigenen Dimension zu bewegen, die losgelöst von Raum und Zeit ist. Hier kann man über die Zeit eines zugeordneten Planeten die Kontrolle übernehmen und z.B. alles in einer Zeitschleife ablaufen lassen oder die Zeit verlangsamen bzw. beschleunigen. Der Planet wird nicht direkt zugeordnet, sondern die Typolyphen haben von Geburt an nur Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet. So kommt es auch manchmal dazu, dass ein Typolyph nur einen Teil eines Planeten beeinflussen kann oder das sein Einflussgebiet sich mitten im leeren Raum befindet.
Ich kann mit Stolz behaupten zu dieser Rasse zu gehören und damit wohl eines der mächtigsten Wesen im Weltall zu sein. Nur wenige Typolyphen beherrschen sogar die Fähigkeit über die Entscheidungen und Gedanken anderer Wesen zu entscheiden (z.B. ich)....wenn diese Telikynese aber untereinander angewandt wird, gibt es oft große Streitereien, die sich bis über Jahrtausende hinziehen können, weswegen ein solcher Konflickt in den meisten Fällen umgangen wird. Die Lebensdauer von Typolyphen ist unbegrenzt..außer man bringt sie um, was bis heute jedoch noch nicht geschehen ist und daher nicht einmal sicher ist ob es überhaupt möglich ist, einen Typolyphen ins Gras beißen zu lassen. Unsere Macht klingt wie eine, aus einem Fantasieroman geklaute, Idee, die kein Schwein ernst nimmt, da es alle Vorstellungen übertrifft. Doch dies ist die Realität und wir Zeitbändiger können auch viele Dinge nicht erklären, obwohl wir für euch, Menschen, etwa dem eingebildeten Machtbild eines Gottes entsprechen...

Gryptonen:
Eine widerliche Rasse, die man hauptsächlich auf dem Planeten Plutona auffindet. Sie lieben kalte, glatte Regionen und daher sind sie, wie auf Plutona, auf die jeweils am weitesten von der dort befindlichen Sonne entfernten Planeten im ganzen Universum verteillt. Sie fressen neben verwesten Kadavern auch oft ihre Artgenossen und sind damit die einzige Rasse, die neben den Tieren (inklusive Menschen) ebenfalls zum Kannibalismus neigt. Im Gegensatz zu den meisten Säugern haben sie die Gewohnheit auf den Händen zu laufen. Dies findet man auch bei den Affen wieder, die sich, als intelligentere Rasse, aus den Menschen entwickelt hatten. Trotz den vielen Parallelen zu den Menschen, haben sie keine gemeinsame Abstammung, sondern bewegten sich als komplett eigene Art durch die Evolution...

Der Weltraum hat jedoch eine unendliche Weite, sodass nicht einmal ich alle Rassen und Planeten kenne und daher nur über die der 1. und 2. Galaxie ausführlich erzählen könnte...



III
Marsch nach Tocander


Es wurde langsam dunkel. Twynni, die sich in der Nähe der Station ein Lager aufgebaut hatte, machte sich allmählich sorgen. Es herrschte eine Totenstille in der weiten Steppe, die jedoch durch den aufsteigenden Dunst, der den Horizont bedeckte, um einiges weniger weit wirkte als sie eigendlich war.
Doch was war mit Doger passiert?...Sind er und Emko entkommen?... Oder sind sie sogar schon tod? Twynni kam sich mehr als hilflos vor und rutschte auf dem Boden nervös hin und her. Als das kleine Lagerfeuer neben ihr erlosch, befand sie sich in abgrundtiefer Dunkelheit, ohne auch nur einen Ast oder einen anderen Halt in greifbarer Nähe zu haben. Doch ans Schlafen war nicht zu denken, da sie ihre durcheinander gewürfelten Gedanken fast wahnsinnig machten. Twynni setzte sich auf und versuchte klaren Kopf zu fassen. Eines war klar: Wenn keiner von den beiden bis zum nächsten Morgen erscheinen würde, müssten sie und das Baby allein die gefährliche Reise nach Tocander antreten...
Grelles Sonnenlicht­ - Twynni erschrak. Sie musste eingeschlafen sein, da ihr plötzlich die Sonne ins Gesicht spuckte. Langsam richtete sie sich auf und musste feststellen, dass sie durch den Morgentau völlig durchnässt war. Es blieb ihr also nichts anderes übrig...sie musste allein nach Tocander reisen...

"Au!!", schrie Emko verwirrt, als er aufschreckte. Verschwommen nam er ein breites Grinsen war, das sich nur wenige millimeter von seinen eigenen Lippen entfernt über seinem kopf erstreckte. "Was ist denn?? Du hast doch im Schlaf geschrien, dass ich dich zwicken solllte!! Da darfst du mich jetzt nicht anschnauzen", entgegnete Doger, als Emko Anstalten machte, die Faust in sein Gesicht gleiten zu lassen. Schon bald saß Emko auf dem glatten, grauen Gesteinsboden der Zelle, in die sie offensichtlich, während ihrer Ohnmacht eingeschlossen wurden und betrachtete seine karge Umgebung. "Wie spät` s`s n überhaupt?", fragte er verschlafen sein immer noch kicherndes Gegenüber. "Keine Ahnung! Woher soll ich mehr wissen als du?". Plötzlich fuhren die beiden zusammen, als ein gellendes Kreischen die Gefängnisflure entlang zuckte. Es war nicht das Geräusch an sich, das Doger und Emko eine Heidenangst einjagte, sondern die vermutete Quelle, welche keineswegs einem Hydraner oder Zoraner entsprach. Emko brachte, auf dem Bauch liegend, ein paar erstickende Worte hervor: "Gry...Gryptonen, nicht wahr?" Doger nickte kurz und hauchte ihm ebenfalls einzelne Worte zu, die jedoch so leise aus den Tiefen seines Rachens krochen, dass Emko nicht die leiseste Ahnung hatte, was sein Begleiter versuchte ihm zu flüstern. Dennoch wußten beide instinkiv, was zu tun war und ließen die qualvollen Versuchungen sich über die Stimme zu verständigen erstmal beiseite. Zu zweit machten sie Anstallten das Gitter einer, in der Zelle oben rechts liegenden, Fensteröffnung gewaltvoll herauszustoßen. Ein Problem war jedoch, dass die Stäbe unter elektrischer Hochspannung standen, sodass sie gemeinsam unter aufjaulen und einem lauten Knall in hohem Bogen gegen die Gittertür geschleudert wurden und abermals aufjaulten, da die Tür ebenfalls elektrisiert war. Angekokelt rappellten sich die beiden auf. "Was sollen wir machen??", schrie Emko verwirrt, "Auf diese Weise kommen wir hier nie raus!". "Doch", sagte Doger, "Ich würde behaupten, es kommt auf einen zweiten Versuch an, oder?". Emkos Augen weiteten sich : "Bist du lebensmüde? Also mich ziehst du da nicht noch einmal mit rein!" Doch Doger nahm sich einen kleinen Stein und versteckte ihn hinter seinem Rücken, worauf er seinen Kumpanen überredete auf eine seiner Hände zu deuten, um zu entscheiden wer sich abermals grillen lassen sollte. Emko erwischte natürlich nicht die richtige Hand mit dem Stein und war somit gezwungenermaßen bereit, einen zweiten Versuch zu starten, das Gitter heraus zu stemmen. Eine kleine Vorbereitungspause, er setzte zum Sprung an und auf einmal wurde alles Dunkel...

...Emko dachte, er wäre, durch die starke Spannung, in Ohnmacht gefallen, welcher Gedanke jedoch sofort wieder verworfen wurde, als er merkte, wie er mit einem kräftigen Wums aus dem Sprung gegen die Zellenwand stieß und daran hinab rutschte. Ein absinkendes Geräusch hallte durch das gesammte Gebäude. Es war unverkennbar das Geräusch einer gekappten Stromverbindung.

In Folge dessen drangen aus allen umliegenden Zellen angsterfüllte Schreie. Emko fiel auf, dass er zuvor überhaupt nicht realisiert hatte, von weiteren Gefangenen umgeben zu sein. Waren hier alle Hydraner? Doch bevor er diesen unglaublich weltverändernden Gedanken zuendeführen konnte, blieb sein Herz fast stehen, als urplötzlich eine Totenstille eintrat. Im Gegensatz zu Emko wußte Doger, was der Grund dafür war und versuchte ihn durch ein leichtes Anstupsen auf das leise "Tap, Tap" aufmerksam zu machen, welches sich nun schleifend durch den kompletten Zellengang zu bewegen schien. Die beiden hielten die Luft an, um möglichst keinen laut abzugeben, so wie es die anderen Gefängisgenossen ebenfalls taten. Das tappen kam immer näher und Emko musste erschreckend feststellen, wie sehr doch seiner rechter Mittelzeh juckte. Unaufhaltsam näherten sich die schleifenden Schritte. Als das jucken seinen ganzen Fuß erfasste, verlor Emko beinahe die Beherschung. Ein leichter Gluckser wahr ganz nah zu hören. Der Auslöser war ein nasse Ratte, die über Dogers Fuß geglitscht war und sich nun daran erfreute den gereizten Fuß seines Partners mit den feuchten Schnurbarthaaren zu befühlen. Dieses normalerweise recht lustige Gefühl war der Tropfen, der das Faß zum überlaufen brachte, oder eher das Gewitter, was das Faß unter tosenden Wassermassen in seine Einzelteile zermalmte. Emkos weißliche Haare stiegen zur Decke auf, während er seinem Brüllen, wie schon des Öffteren, mächtig Ausdruck verlieh und dabei scheinbar völlig vergaß, welch gewaltigen Fehler er da gerade machte. Er hatte kaum Zeit sich seiner Tat bewusst zu werden, denn so schnell, dass niemand es hätte auch nur ansatzweise erahnen können, waren die Gitterstäbe der Zelle zerschmettert und die Backsteinwand hinter ihnen unter lautem "BAMM!" in alle Winde zerstreut. Vom Druck weggesprengt verlor Emko in der Luft das Bewusstsein, erlangte es jedoch sofort wieder, als er aus dem Flug in ein trockenes Dornengebüsch fiel. Die Tatsache das Doger nicht mehr da war, wurde von ihm umgehend ignoriert, da er versuchte sich unter albernem Gehampel durch das schmerzenerregende Gestrüpp in die Flucht zu winden. Als er jedoch schlussendlich am anderen Ende herausgeplumpst war, stieß sein Kopf gegen etwas Kaltes, glitschiges. Zwar war ihm völlig klar, um was es sich handelte, dennoch musste er sich vergewissern, dass das, was er da angestoßen hatte, auch wirklich sein Tod wäre. Zu allem Überfluss lag er richtig. Der Gryptone lehnte sich zu dem wimmernden Emko hinab und war in Hochstimmung für ein Mittagmahl (was an seinen tanzenden, akrobatisierenden Speichelablagerungen links unterhalb der rechten Ecke seiner linken Zahnreihe deutlich erkennbar war). Seine langen, nadelartigen Krallen schnellten in erstaunlicher Geschwindigkeit auf die Kehle des Hydraners zu. Dieser rollte sich jedoch glücklicherweise in einem Zitteranfall zur Seite weg, wodurch die Krallen, statt seinen Kehlkopf zu zerschmettern, sein rechtes Bein durchbohrten. Obwohl Emko zum ersten mal das Bedürfnis zu Kopfe stieg, in Ohnmacht zu fallen, wurde seine Aufmerksamkeit auf einmal von etwas Rettendem auf sich gezogen. Das zerteilte Stromkabel, welches nur ein paar Zentimeter von seiner Nasenspitze entfehrnt lag, machte einen aktiven Eindruck. Sich das Gehirn von einer Hand voll Volt brutzeln zu lassen, war zugegeben nicht angenehm. Sich aber unter den schlimmsten Folterschmerzen zerfleichen zu lassen war die um einiges weniger anziehende Rettung. Wie eine Schlange stieß er nach vorne, biss beide Enden fest zusammen und...

Doger kam zu sich. Es schwankte alles. Er erschrack, als er bemerkte, dass er seine Augen bereits geöffnet hatte und sich ihnen dennoch nichts als Schwärze bot. War er erblindet? Hatte der Aufprall eine der wichtigsten Funktionen seines Hirns beschädigt? Es bildeten sich allmählich schemenhafte Silluhetten und er musste erkennen, dass es sich höchstwahrscheinlich um die Dunkelheit einer fortgeschrittenen Nacht handeln musste. Torkelnd bewegte er sich über den kalten Sand hinweg auf einen großen Stein zu. Nachdem er sich gestetzt hatte wurde ihm abwechselnd übel und fiebrig. Er konnte nicht entscheiden welches dieser Gefühle das angenehmere war. Statt weiterhin Löcher in die Luft zu gucken versuchte Doger wieder aufzustehen, um sich von seinen Qualen abzulenken. Auf einmal verspürte er aus dem Nichts heraus, wie sehr es ihn drängte etwas Wasser zu sich zu nehmen. Kurzerhand galloppierte sein Körper wie von selbst los. Er war derartig durstig, dass alles außer Wasser irrelevant erschien. Der Wille, so schnell wie möglich auf etwas Trinkbares zu stoßen, trieb seine Beine immer stärker an, bis er nur noch als rennender Schweif über die Hügel hopste. Nach zwei ekstatischen Stunden heftete sich schlussendlich die Müdigkeit an seine Versen, bis er im Laufen nach vorne kippte und sein Gesicht durch den Wüstenboden schlitterte, wo es sich unter die Sanddecke schiebend zum Stillstand kam.

Am nächsten Morgen wusste Doger nicht mehr, wo er war. Die mit Sand verklebten Augen versuchten mit aller Kraft der grellen Sonne Widerstand zu leisten, doch ohne sichtlichen Erfolg. Tastend krabbelte er langsam vorwärts, wich jedoch verdutzt zurück, als seine Hand in etwas weichem versank. Er konnte nicht genau sagen was es war oder wie es war. Es hatte lediglich etwas schleimigen Charakter, was die Versuchung zurückhielt, erneut danach zu greifen. So wollte er sich umdrehen, doch schon fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Das, was er da berührt hatte war nichts weiter als (mit Wüstensand vermischtes) Wasser. Schnell schöpfte er ein paar Hände voll und trank, bis ihm seine Blase drückte. Nach kurzer Pinkelpause wurde weiter getrunken. Das nicht endende Wasser schien ihn nicht befriedigen zu können.
Trotz eintöniger Morgenröte wirkte die Wüstenlandschaft seltsam bunt. Unerwartet überkam Doger eine seltsame Erschöpfung. Alles begann sich zu drehen , sodass er vor Übelkeit wie eine Marionette zusammenklappte. Doch nun geschah etwas noch unerwarteteres. Seine fast lebloser Körper wurde in die Luft gehoben und schwankte harmonisch hin und her. Drei leuchtende oval-förmige Kugeln umschwirrten ihn und verwandelten sich mal in viele kleine bakterienähnliche bewegende organische Netze, mal in Antipopolationskrawattenknisterer (das Wort fiel ihm spontan dazu ein, ich weiß auch nicht was es bedeutet...jedenfalls ein unschöner Anblick) und schlussendlich wieder zurück in ihre ursprüngliche Form, woraufhin sich der Vorgang wiederholte. Skurrile Musik setzte ein, die Netze tanzten rhythmisch um seinen Körper herum. Als Doger sich nun zusätzlich noch übergeben musste, wurde die Party noch lustiger. Viele kleine Essensstücke jeglicher Farbe verbanden sich mit schwebenden Gallefäden und bildeten fantastiche Spiralgebilde, die das Konzert rotierend umkreisten. Sein Hirn drohte zu platzen. Doch als Doger diesen Gedanken durch seine Synapsen fließen lies, geschah ironischer Weise genau das, woran er nicht wirklich geglaubt hatte: Sein Gehirn platzte und gesellte sich zu den anderen absurden, aus Stückchen zusammengesetzten, Formen. Nun da sich auch sein Körper aufzulösen schien, war Doger nicht mehr bewusst was eigentlich um ihn herum passierte. Ein Farben-, Formen- und Geräuschspektakel ohnegleichen breitete sich bis in die Unendlichkeiten des verschobenen Raumes aus und wurde biologisch erweitert.

Twynni rümpfte die Nase, als sie an das stinkende sowie vermoderte Tor Tocanders gelangte. Humpelnd trat sie auf eine der beiden Stadtwachen zu, um sich Eintritt zu verschaffen.